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Wie viel Schutz ist auf einem E-Board nötig?

Aktualisiert: 17. Sept. 2022



Das tolle Gefühl vom Wind, der einem am Gesicht entlang weht, die zarten Vibrationen vom Untergrund bei hohen Geschwindigkeiten: E-Skating ist ein tolles Gefühl, das steht außer Frage.


Aber gerade, wenn es komfortabel wird, vergisst man leicht, dass hohe Geschwindigkeiten auch ein gewisses Risiko beherbergen. Also stellt sich die Frage: Wie gefährlich ist eigentlich eine Fahrt mit einem elektrischen Skateboard, wie viel Schutz ist nötig? Die Antwort gibt es wie immer hier auf E-Skateboardsgermany.



Zuerst einmal: Das Risiko, dem man ausgesetzt ist, hängt stark von den eigenen Faktoren ab. Etwa das Fahrerprofil ist ausschlaggebend: Wie schnell wird gefahren, wie sehr beanspruche ich das Skateboard? Ein aggressiveres Fahrverhalten mündet immer in mehr Risiko, dass etwas nicht nach Plan verläuft, das gilt fürs Autofahren wie für das e-Skateboardfahren. Elektrische Skateboards haben eine enorme Power, diese gilt es mit Bedacht anzuwenden.


Dazu kommt ein weiterer persönlicher Faktor, die Erfahrung allgemein: Ein blutiger Anfänger ist natürlich anfälliger für ein Missgeschick als es ein voller Experte mit eins, zwei Jahren Fahrerfahrung. Ein kleiner Crash ist da der normale Lauf der Dinge und gehört zur Erfahrungsbildung dazu. Allerdings ist das kein Problem, denn als Anfänger fährt man grundsätzlich nicht mit Geschwindigkeiten, wo ein Sturz einen großen Schaden anrichten kann.


Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Erfahrung mit dem Board, das man fährt. Selbst der erfahrenste E-Skater wird bei einem Wechsel auf ein neues Board erst einmal langsam anfangen, um das Board zu verstehen und um Erfahrung damit zu sammeln. Ähnlich wie mit einem neuen Auto kann der Fahrer die Leistung, die Proportionen und das Handling fehleinschätzen, was ungewollte Situationen nach sich ziehen kann.


Da nun die Risikoquellen ausgemacht worden sind, wie schützen Sie sich am besten vor Verletzungen?


Das absolut Wichtigste beim Skaten ist der Helm. Beim Sturz mit hohen Geschwindigkeiten kommen meist die Füße als Erstes auf dem Boden auf, können allerdings nicht die hohe Geschwindigkeit aufnehmen. Damit bremst der Unterkörper, der Oberkörper ist aber noch in voller Geschwindigkeit unterwegs. Es folgt eine Drehbewegung des gesamten Körpers, und zwar mit dem Oberkörper Richtung Asphalt. Der Kopf nimmt dabei wie bei einem Hebel am meisten Geschwindigkeit auf, und gerade das macht einen Sturz bei überdurchschnittlich hohen Geschwindigkeiten so gefährlich: Ohne Helm schlägt der Kopf mit halsbrecherischer Geschwindigkeit auf den Boden auf, was mehr oder weniger den Worst-Case an Verletzungen am Körper darstellt.



Deshalb hier die klare Empfehlung: Tragen Sie einen Helm. Es muss kein Vollhelm sein, auch kein Motorradhelm oder ähnliches. Ein normaler Fahrradhelm ist mehr als ausreichend, um eine gewisse Sicherheit herzustellen und Krankheitsbilder, wie Gehirnerschütterungen, zu vermeiden.


Weitere Körperteile, die beim Sturz besonders gefährdet sind, sind die Handflächen, Ellenbogen und die Kniescheiben. Beim Sturz werden automatisch die Arme ausgefahren, um wie eine Feder den Aufprall bestmöglich abzudämpfen. Die Handflächen berühren deswegen zumeist als Erstes den Untergrund, was bei hohen Fahrtgeschwindigkeiten entsprechende Verletzungen nach sich ziehen kann. Handschuhe sind daher förderlich. Wir empfehlen Kurzfingerhandschuhe, um trotz des Schutzes ein Gefühl für die Fernbedienung und das Drehrad zu behalten.



Falls das Abdämpfen mit den Händen nicht klappt, müssen meistens die Ellenbogen leiden. Dagegen helfen die handelsüblichen Ellenbogenschützer. Abschließend sind Knieschoner ein passender Schutz gegen Aufschläge am Unterkörper.



Ein Punkt, der beim Skaten oft vergessen wird: das Licht. Sehen und gesehen werden ist die Devise, gerade bei Nachtfahrten kann es bei unzureichendem Licht zu unangenehmen Situationen kommen: Ein Schlagloch wird zu spät erkannt, ein Passant erkennt Sie als Fahrer zu spät, usw. Es gibt nicht viele E-Boards, die mit einem Licht am Deck ausgestattet sind (Exway Wave z. B.), allerdings sind solche Features zu nutzen, um eine Sicherheit bei Nachtfahrten herzustellen.


Unsere Empfehlung: ShredLights! Die Firma liefert tolle Lichter mit prima Leistung und einem Jahr Garantie. Die LEDs kommen mit einem IPX7-Level und sind damit auch bei Regenfahrten die erste Wahl. Und das beste: Sie sehen richtig cool aus.


Und ganz klar: Fahren Sie nicht unter Alkoholeinfluss. Es klingt zwar verlockend, nach ein paar Bier einfach das Board zu schnappen und die paar Kilometer nach Hause mit dem Board zu fahren, aber: Skating selbst nüchtern eine Herausforderung und bedarf voller Konzentration. Normales Geradestehen kann im betrunkenen Zustand schon schwer werden, umso unmöglicher ist dann das Balancehalten auf einem elektrischen Skateboard. Bitte erst gar nicht probieren.



Fazit

Das Helmtragen ist eine Grundvoraussetzung für das sichere Fahren auf der Straße. Dinge wie Knieschoner, Handschuhe und so weiter sind Extras, die im Extremfall viel Schaden vermeiden können. Schätzen Sie ihre Fahrkünste realistisch ein und rüsten Sie sich entsprechend aus. Damit steht einem tollen Roadtrip dann auch nichts mehr im Wege.



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